Über mich

Hallo, ich bin Cornel Dolff

Cornel Dolff

ich möchte auf dieser Homepage mein Leben als digitaler Nomade beschreiben. Digitaler Nomade? Das war nicht immer so.

Nach dem Abi habe ich Wirtschaftsingenieurwesen für Elektrotechnik studiert. Da ich mir nie vorstellen konnte in diesem Bereich zu arbeiten, habe ich mich während des Studiums selbständig gemacht und Computer verkauft. Aus dem reinen Handel ist dann ein Vor-Ort-Service für Firmen geworden. in den 90er Jahren habe ich dann begonnen bei miro Computer Products Software zu entwickeln und später in meiner eigenen Firma Software im Auftrag für Kunden. So gingen dann 20 Jahre in Braunschweig ins Land in einem zeitlich organisierten Spagat zwischen 2 Söhnen, Partnerin und Firma. War es das?

Meine Reiselust und Auslandsaffinität habe ich mit 22 Jahren in einem 5-monatigem Aufenthalt in Südamerika und Auslandssemester in Valencia / Spanien entdeckt. Es folgten einige Urlaube und besonders in den letzten Jahren befiel mich eine tiefe Melancholie, wenn ich zurück in meinen Alltag nach Braunschweig kam. Von den längeren Aufenthalten habe ich sehr lange gezehrt. Immer sagte ich mir: das kannst ja immer noch mal machen. Das „das“ stand für soviele Dinge, wie: Reisen, Tauchen, Fallschirm springen, Bungee springen, Motorboot fahren, 6 Monate Wohnmobil durch die USA und einmal um das Mittelmeer, …

Irgendwann Anfang 40 habe ich dann mal einen Blick über den Tellerrand gewagt und musste feststellen, dass viele meiner Wünsche und Träume für das Leben auf der Strecke geblieben sind – gefangen in einer Unbeweglichkeit im Alltag – geschuldet dem stetigen Rennen die monatlichen Kosten, die meinen Lebensstandard ausmachen durch Einkünfte aus meiner Selbständigkeit zu kompensieren und auch umgekehrt, haben steigende Einkünfte zu mehr Privatausgaben geführt. Da habe ich schnell erst mal Tauchschein und die Motorbootführerscheine gemacht 🙂

Da war es also mein Hamsterrad. Freizeit und Arbeit im Alltag gut vermischt, Privatleben ist finanziert und ich bezeichne es als mein Leben – die 15h-18h Tage machten Spass und ich hatte mich eingerichtet. Genau wieder der richtige Zeitpunkt mal zu schauen „Was wollte ich eigentlich im Leben?“

Im Oktober 2015 war es dann soweit. Ohne groß zu überlegen, habe ich 6 Wochen Indien ab Mitte Dezember gebucht und denke heute „Wow, welch‘ Sprung“. Vielleicht muss man springen, um ein laufendes Rad zu verlassen. Ich hatte keine Ahnung, wie 6 Wochen die Firma laufen sollte und doch hat sich alles gefügt. Steinchen für Steinchen an Bedenken und zu bedenkende Dinge habe ich aus dem Weg geräumt und bin losgefahren.

In Indien habe ich in Gesprächen mit Anderen von den digitalen Nomaden erfahren und habe ich mich besser damit gefühlt mit meinen Gedanken nicht allein zu sein. In meinem Umfeld stiess ich meist auf Widerstände meiner Gedankenfreiheit und der Entfaltung derselben nach dem Motto: „wird schon“, „muss ja“. Nein, ich wollte was anderes.

Jetzt bin ich 49. Meine Söhne sind ausgezogen und gehen Ihre eigenen Wege, meine Eltern benötigen noch keine weitere Hilfe – worauf soll ich warten, um meine Wünsche und Träume zu leben?

Das Schöne ist: Es ist nie zu spät. Es gibt keinen besseren Zeitpunkt als jetzt.

Als digitaler Nomade werde ich also die Welt bereisen, an vielen Orten mal kürzer, mal länger verweilen und meinen Lebensunterhalt durch Arbeiten am Notebook verdienen. Welche Art von Arbeit das sein wird, wird sich entwickeln. Ich kann meine bestehenden Kunden in Deutschand auch aus der Ferne versorgen.